Die Ausbildung im Orden

Was ist der Inhalt der  Ausbildung im Hermetic Order of the Golden Dawn®?

Die Ausbildung beginnt mit dem Grad des Neophyten. Mitglieder, die sich neu angemeldet haben, erhalten ein Passwort, um sich auf der Mitgliederseite einzuloggen. Dort ist unter dem Menüpunkt "Curriculum" das Lehrmaterial zu finden, welches sowohl theoretisches Material wie auch Anleitungen zur Praxis umfasst. Die Materialien können online gelesen oder ausgedruckt werden.

Jede/r Schüler/in  bestimmt seinen/ ihren  Fortschritt selbst, d.h. jede/r kann sein / ihr  Lerntempo selbst wählen. Ein Tutor, der dem Schüler zur Seite gestellt wird, gibt Ratschläge und beantwortet Fragen. Diesem Tutor soll der Schüler regelmäßig seine Aufzeichnungen über die studierten Inhalte und die magische Praxis per Mail zusenden, damit der Tutor einen Überblick gewinnt und mit Rat und Motivation helfen kann.

Die Praxis umfasst zunächst einfache, möglichst täglich auszuführende Rituale und Meditationen. Diese helfen dem Schüler, sich der feinstofflichen Natur der ihn umgebenden geistigen Schwingungen bewusst zu werden. Gleichzeitig reinigen die Rituale die Aura (im Golden Dawn als "Sphäre der Empfindungen" bezeichnet). Dadurch befreit sich der Schüler allmählich von überholten Verhaltensmustern und verbrauchten Energien, die sich in seiner Aura angesammelt haben.

Dies bewirkt eine tiefgehende Veränderung seines Wesens, denn nun ist er nicht mehr hilflos dem täglichen Stress ausgesetzt, sondern hat ein wirkungsvolles Instrument, sich neu zu balancieren und energetisch aufzutanken. Eine neu gewonnene innere Ruhe und die Möglichkeit zur Entspannung helfen, die täglichen Ereignisse gelassener hinzunehmen.

Um einen merklichen Fortschritt zu erreichen, sollte man jedoch etwa eine Stunde pro Tag für die tägliche Praxis eingeräumen. Die magische Praxis ist unverzichtbar, wenn man in den vollen Genuss der spirituellen Energien kommen und sein inneres Wesen magisch transformieren will, um die gewünschte Schwingungsanhebung zu erzielen. Da kann leider kein noch so ausgefeiltes intellektuelles Wissen und kein noch so mächtiger Magier des Ordens helfen: den (praktischen) Weg muss der Schüler selber gehen, wenn er einen Fortschritt für sich selbst erreichen will.

Nicht umsonst gilt die Ausbildung im Golden Dawn als ebenso anspruchsvoll wie ein Studium an einer Hochschule. Es gibt ein Zitat von Calvin Coolidge (30. US- Präsident von 1923- 1930), welches die Vorraussetzungen für die Ausbildung am besten beschreibt: "Nichts kann geduldige Ausdauer ersetzen. Das Talent nicht: es gibt zahllose erfolglose Menschen mit Talent. Das Genie nicht: verkannte Genies sind fast sprichwörtlich. Bildung nicht: die Welt wimmelt von gescheiterten Gebildeten. Beharrlichkeit und Entschlossenheit sind beinahe allmächtig."

Das theoretische Material sollte aufmerksam studiert werden, denn die vermittelten Inhalte stellen gleichsam eine Art Grundvokabular der Magie dar. Im Neophytengrad lernt man zunächst die hebräischen Buchstaben. Die hebräischen Buchstaben sind eine Heilige Schrift, vergleichbar mit dem Sanskrit, welches die heilige Schrift des Ostens darstellt. Die hebräischen Buchstaben sind ihrer Natur nach eher Hieroglyphen, also heilige Symbole.

Sie haben die Eigenart, dass sie sowohl einen Laut wie auch eine Zahl darstellen. Damit können Worte in Zahlen umgewandelt werden, was zusätzliche Bedeutungen erschliesst. Ferner wird die Grundstruktur des kabbalistischen "Baum des Lebens" gelernt. Der Baum des Lebens ist ein Meta-System, d.h. erstellt eine Glyphe des Universums, ein Symbol der fortschreitenden Schöpfung der Welt, ein Modell der geistigen Welten sowie eine symbolische Repräsentation der seelischen Anteile des Menschen dar.

Mit Hilfe der erlernten theoretischen Inhalte verinnerlicht der Schüler eine Grundlage, auf der alle im Laufe der Ausbildung gemachten Erfahrungen eingeordnet werden können.

Das Kernstück jeden Grades ist jedoch eine Einweihung. Das magische System des Golden Dawn ist eine Einweihungssystem, in dem durch jede Einweihung eine Schwingungsebene im Schüler eröffnet und angeregt wird. Die Neophyten- Einweihung stellt einen geistigen Kanal zum Höheren Selbst und eine dauerhafte Verbindung zur Lichtenergie her. Ab dem Moment der Einwehung ist es dem Schüler möglich, aus eigener Kraft, in der täglichen Praxis, den Zugang zum LUX, der Lichtenergie des Golden Dawn, herzustellen.

Die Einweihung wird in einer Zeremonie im Tempel vorgenommen. Dabei wird der Schüler durch ein rituelles Drama geführt und die feinstofflichen Kanäle seiner Aura gereinigt, ausgeglichen und versiegelt, so dass die Wirkung dauerhaft wird.

Die Einweihung wird an einem Tag durchgeführt. Zusätzlich wird zumeist die Möglichkeit angeboten, in einem Gruppen-Workshop die rituellen Techniken zu erlernen. Dabei überwachen erfahrene Mitglieder des Tempels die korrekte Ausführung und geben Hilfestellungen zur Durchführung. Im Workshop werden auch mittels Vortrag Grundzüge der Esoterischen Psychologie vermittelt, so dass die vermittelten Techniken auch verstandesmäßig erfasst werden können. Eine Meditation und Entspannungs- sowie Atem-Übungen runden das Programm ab.

Die Grade bauen logisch aufeinander auf. Sie sind so abgestuft, dass dem Schüler jeweils die nächst höher gelegene Ebene der geistigen Schwingungen näher gebracht wird, so dass der Schüler fein ausbalanciert sich entwickeln kann. Mit jedem Grad erlernt der Schpler weitere rituelle Techniken und vertieft sein bereits vorhandenes Wissen und Können.
 
Die Grade sind im Ersten Orden den antiken Elementen zugeordnet. Erde steht für das physische Bewusstsein, hier setzt sich der Schüler mit seinen körperlichen Sinnen und der materiellen Realität seines Lebens auseinander und bringt sich in neue Harmonie. Der Grad des Theoricus befasst sich mit der Luft, also den mentalen Mustern und mit Kommunikation. Im Practicusgrad wird das Wasser- Element bearbeitet, welches für Kreativität und Rezeptivität steht. Der Feuergrad des Philosophus befasst sich intensiv mit der geistigen Hingabe und dem Willen.

Neben den klassischen Elementen werden - je nach Grad - auch die astrologisch zugeordneten Tierkreiszeichen und Planeten mittels ritueller Magie erforscht und die Effekte, die sich auch aus Aspekten im Geburtshoroskop ergeben, werden in Harmonie mit dem gesamten Wesen gebracht. Damit verfeinert der Schüler sein spirituelles Bewusstsein und balanciert nach und nach alle seelischen Anteile seiner selbst aus. Aus dieser neuen Balance erwächst ein wahrhaft in sich ruhendes Bewusstsein und eine innere Harmonie mit allen Aspekten des Lebens.


 

 
Die Grade sind wie folgt:

Grad                          Nummer         Stufe/ Element             Sephirah am "Baum"

Neophyt                       0=0             (Vorbereitungsgrad, Verbindung zum LUX)
                       
Juniorus                      1=10             Erde                             Malkuth
Theoricus                    2=9               Luft / Mond                   Yesod
Practicus                    3=8               Wasser / Merkur            Hod
Philosophus                4=7               Feuer / Venus               Netzach

Portal                                             (Vorbereitung auf dem Zweiten Orden)

Adeptus Minor             5=6              Sonne                           Tiphareth                    
Adeptus Major             6=5              Mars                             Geburah         
Adeptus Exemptus      7=4              Jupiter                           Chesed         
 
           
Magister Templi           8=3             Saturn                            Binah  
Magus                        9=2             Zodiak                            Chokmah
Ipsissimus                 10=1                                                  Kether
 
 

Die Grade von Neophyt bis Philosophus stellen den Ersten oder Äußeren Orden dar. Im Ersten Orden erlernt man alle magischen Techniken und verfeinert sein spirituelles Bewusstsein. Im Zweiten Orden, von Adeptus Minor bis Adeptus Exemptus, erlangt man ein hohes spirituelles Bewusstsein und erlernt Techniken, um sich mit dem Höheren Selbst dauerhaft und bewusst zu verbinden.

Im Dritten Orden, von Magister Templi bis Ipsissimus, gehört man zu den Meistern. Dies stellt eine Stufe des geistigen Entwicklung dar in der man reines Bewusstsein erlangt, vergleichbar mit den Erleuchtungsstufen im Buddhismus.

Wir erwarten von unseren Schülern / Mitgliedern, dass sie mit den jeweils zutreffenden Methoden arbeiten, d.h. die magischen Techniken erlernen und praktizieren. Es ist also erforderlich, regelmäßig (am besten täglich) die vorgeschriebenen Übungen auszuführen und zu protokollieren. Nur so ist es möglich, die angestrebten Wirkungen zu erzielen. Die Aufzeichnungen über die ausgeführten Rituale sind dann an den / die Tutor/in zu senden. Diese Form der  (Selbst-)Verpflichtung zur Mitarbeit liegt im Interesse jedes einzelnen unserer Schüler, denn nur so ist ein regelmäßiger Fortschritt zu erreichen. Wir können dies keinem Schüler oder Mitglied abnehmen: der Weg muss beschritten werden, wenn man ans Ziel gelangen möchte. Rein intellektuelles Erlernen der Theorie wird dem Schüler zwar theoretische Kenntnisse verschaffen, wird aber weder wirkliche, gelebte Spiritualität erzeugen noch geistige Entwicklung im Sinne des Golden Dawn Systems bewirken.

 Wir bieten eine wirksame Unterstützung durch die Begleitung durch einen Tutor und mittels der Funktionen unserer Homepage. Es liegt auf der Hand, dass der einzelne Student sich nicht so schnell und tiefgehend entwickeln wird, wie es den Mitgliedern unserer Tempel möglich ist, die direkte Ausbildung erhalten. Daraus erwächst für uns die Verantwortung, den Mitgliedern jede mögliche Unterstützung zukommen zu lassen, die machbar ist. Was wir bieten, können Sie weiter oben und auf der Startseite dieser  Homepage nachlesen.

 

 

Zusätzlich erwarten wir von unseren Mitgliedern, dass sie bereit sind, zum  Tempel zu reisen um Einweihungen zu empfangen: wir bieten keinerlei "astrale Einweihungen" oder "Einweihung durch Stellvertreter" oder ähnliches an. Einweihungen können auch zusammengefasst werden; d.h. es ist möglich, mehr als eine Einweihung bei einem Besuch des Tempels zu empfangen. Einzelheiten sind in direkter Absprache mit dem Tempel zu klären.

Die Kosten für Anreise, Verpflegung und Unterkunft während des Aufenthaltes beim Tempel zwecks der Einweihung sind vom MItglied zu tragen.

Zwischen jedem Grad ist eine theoretische Prüfung abzulegen. Diese wird nach Anmeldung beim Tutor durchgeführt und kann bequem von zuhause erledigt werden. Nach bestandener Prüfung kann man die nächsthöhere Einweihung empfangen. Da es aus Zeit- und Kostengründen nicht immer möglich ist, jeweils zum Tempel zu reisen, können auch zwei oder drei Einweihungen, in Absprache mit dem Tempel, auf einmal empfangen werden.

Einzelheiten werden in gemeinsamer Absprache und Planung geklärt.

Falls Sie noch Fragen zur Ausbildung haben, die hier nicht ausreichend beantwortet wurden, können Sie mit uns Kontakt aufnehmen: KONTAKTFORMULAR